Ein zuverlässiges Regenwassermanagement ist angesichts zunehmender Starkregenereignisse ein wichtiger Bestandteil des Objekt- und Werterhalts. Ziel ist die sichere Ableitung, die kontrollierte Versickerung und – wo sinnvoll – das nachhaltige Speichern von Regenwasser, um Gebäude, Außenanlagen und Verkehrsflächen zu schützen.
Denn der Klimawandel bringt nicht nur mehr Starkregen, sondern auch längere Trockenphasen und Dürren. Durch Regenwasserrückhaltung und -nutzung (z. B. zur Bewässerung von Grünflächen) lässt sich Wasser ressourcenschonend vorhalten und der Trinkwasserbedarf reduzieren.
Je nach Fläche, Bodenverhältnissen und Entwässerungssituation kommen unterschiedliche technische Lösungen infrage. Wir planen und realisieren ein objektgerechtes Konzept, das Versickerung, Rückhaltung und Speicherung passend kombiniert.
1. Flächenversickerung
Einsatz: Ideal für große, durchlässige Flächen wie Gärten, Parks oder unbefestigte Grundstücke.
Funktionsweise: Regenwasser wird auf der Oberfläche verteilt und versickert natürlich im Boden.
Beispiele
Mulden
Flache Vertiefungen, die Wasser sammeln und langsam versickern lassen.
Rigolen
Mit Kies oder Schotter gefüllte Gräben, die das Wasser speichern und versickern lassen.
Versickerungsbeete
Pflanzbeete mit durchlässigem Substrat, die Wasser aufnehmen und verdunsten lassen.
2. Rohr- und Schachtversickerung
Einsatz: Bei begrenztem Platz oder weniger durchlässigen Böden
Funktionsweise
Sickerrohre
Perforierte Rohre, die Wasser in den Boden abgeben.
Sickerschächte
Vertikale Schächte, die Wasser gezielt in tiefere Schichten leiten.
Sickerblöcke
Hohlkörper aus Beton oder Kunststoff, die Wasser speichern und versickern lassen.
3. Flächige Versickerung bei befestigten Flächen
Einsatz: Für Hofeinfahrten, Parkplätze oder Wege. Durchlässige Beläge ermöglichen die Versickerung direkt vor Ort
Rasengittersteine
Beton- oder Kunststoffsteine mit Hohlräumen für Gras und Versickerung.
Ökopflaster
Pflastersteine mit großen Fugen, die Wasser durchlassen.
Drainasphalt
Asphalt mit hohem Hohlraumanteil für die Versickerung.
4. Teich- und Beckenversickerung
Einsatz: Bei größeren Flächen oder zur Zwischenspeicherung. Funktionsweise: Wasser wird in künstlichen Teichen oder Becken gesammelt und versickert langsam oder verdunstet.
Beispiele
Retentionsbecken
Temporäre Speicher, die Wasser dosiert abgeben.
Versickerungsteiche
Flache Gewässer oder Wasserläufe, die Wasser aufnehmen und versickern.
5. Dachbegrünung und Fassadenbegrünung
Begrünte Dächer und Fassaden sind mehr als nur schön: Sie leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Für Hausbesitzer und Bauträger bieten sie gleich mehrere Vorteile.
Vorteile
Weniger Hitze
Pflanzen sorgen für natürliche Kühlung, senken die Umgebungstemperatur und steigern so Wohnkomfort und Lebensqualität.
Schutz vor Starkregen
Gründächer nehmen Wasser auf; das entlastet die Kanalisation und schützt vor Überschwemmungen.
Mehr Lebensraum
Begrünte Flächen schaffen wertvollen Lebensraum für Bienen, Vögel und andere Tiere mehr Artenvielfalt direkt am Haus.
Wertsteigerung & Förderung
Begrünte Gebäude wirken hochwertig, steigern den Immobilienwert und qualifizieren oft für Förderprogramme.
Bessere Luft
Pflanzen filtern Feinstaub und Schadstoffe, sorgen für ein gesünderes Mikroklima.
Nutzen Sie die Chance, Ihr Gebäude fit für die Zukunft zu machen – nachhaltig, attraktiv und klimafreundlich!